Thema:

Hochschule

An den hervorragenden Hochschulen Hessens wird innovativ geforscht und engagiert gelehrt. Oft werden sie jedoch durch überbordende Bürokratie an international wettbewerbsfähigen Spitzenleistungen gehindert. Deshalb setzt sich die FDP-Fraktion für finanzielle Planungssicherheit, echte Hochschulautonomie und mehr Wettbewerb untereinander ein. Auch bei den Hochschulen wollen wir das Konzept der Eigenverantwortung in den Mittelpunkt unseres politischen Handelns rücken. Die FDP-Fraktion stellt sich der Herausforderung, die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre in den Geistes- und Naturwissenschaften so auszugestalten, dass die hessischen Hochschulen für herausragende Leistungen im nationalen und internationalen Vergleich stehen und entsprechende Anerkennung finden.

Deshalb fordert die FDP-Fraktion, den Hochschulen mehr Freiheit zu gewähren, zum Beispiel bei der Studienreform, bei Investitions- und Strukturentscheidungen sowie durch die Gewährung der Dienst- und Bauherreneigenschaft. Wettbewerb ist ein Anreiz zur Leistungssteigerung. Dafür müssen die Hochschulen sich individuell profilieren können. Die Stärkung des Autonomie der hessischen Hochschulen wurde aus diesen Gründe im Hessischen Hochschulgesetz verankert und ausgeweitet.

Dementsprechend ist es unser Anliegen, dass Studierende und Hochschulen das volle gegenseitige Auswahlrecht erhalten, denn sie wissen am besten, was jeweils zu ihrem Anforderungsprofil passt. Aus diesem Grund setzen wir uns auch zukünftig für ein Ende der bürokratischen Studentenlandverschickung durch die ZVS ein. Die Universitäten müssen im Rahmen der Autonomie verstärkt ihre Studierende anhand von festgelegten Kriterien auswählen dürfen.

Verbesserte Rahmenbedingungen stärken den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Hochschulen müssen die Möglichkeit erhalten, jungen Talenten wettbewerbsfähige Arbeits- und Lehrbedingungen anbieten zu können. Daher fordern wir beispielsweise mehr Freiräume in der Vertragsgestaltung, ein flexibles Nebentätigkeitsrecht und eine bessere Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und Familie.

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag setzt sich dafür ein, den Prozentsatz der Studierenden, die ein Stipendium erhalten, deutlich zu erhöhen. Deshalb unterstützen wir ein nationales Stipendienprogramm. Mit der Realisierung des Programms, wird eine zweite wichtige Säule der Studienfinanzierung aufgebaut. Sie bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Weg, den Anteil der Stipendiaten bundesweit von derzeit 2 Prozent auf 10 Prozent zu erhöhen. Wir sind davon überzeugt, dass eine gute Studienfinanzierung zwei starke Säulen braucht: Ein gutes leistungsabhängiges Stipendienprogramm und eine verbesserte Förderung durch das BAföG. Stipendienprogramm und BAföG sind keine Frage von Entweder-oder. Für uns steht fest: Wir brauchen beides.