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Flughafen

Dem Luftverkehr kommt in Hessen mit dem größten Flughafen des Kontinents eine besondere Bedeutung zu. Mit mehr als 78.000 Beschäftigten ist der Flughafen die größte Arbeitsstätte in Deutschland. Mehr als 60 Mio. Passagiere nutzen den Flughafen jährlich. Durch den abgeschlossenen Ausbau besteht die Möglichkeit, die Kapazität auf über 90 Mio. Passagiere im Jahr zu erweitern. Diese zusätzliche Kapazität ist erforderlich, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und zu verhindern, dass Frankfurt seine Rolle als europäische und internationale Drehscheibe im Flugverkehr verliert. Denn damit wäre ein erheblicher Rückgang an Passagieren und in der Folge eben auch der Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen gewesen. Insbesondere Firmen, die auf ein großes Flughafendrehkreuz angewiesen sind, wären mittelfristig mitsamt ihren Arbeitsplätzen abgewandert. Mit dem Ausbau bleiben der Frankfurter Flughafen und damit die Rhein-Main-Region international wettbewerbsfähig.

Es wird erwartet, dass die Steigerung der Flughafenkapazitäten zur Schaffung von 60.000 Arbeitsplätzen führt. Schon jetzt ist der Flughafen Frankfurt mit 78.000 Beschäftigten die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Je Arbeitsplatz am Flughafen entstehen 1,77 Arbeitsplätze außerhalb des Flughafens. Mehr als 500 Unternehmen und Organisationen sind bereits jetzt am Flughafen tätig und geben jährlich knapp 5 Mrd. Euro für Betriebsmittel und Investitionen aus. Die Lohn- und Gehaltssumme beläuft sich dabei auf jährlich 2,7 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2020 führt das weltweite Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland zu einer geschätzten jährlichen Zunahme von ca. 4,1 % im Passagierbereich und von ca. 5,3 % im Frachtbereich.

Mit dem notwendigen Ausbau des Frankfurter Flughafens ist aber auch eine zunehmende Lärmbelastung verbunden, die auch erhebliche und zum Teil sogar sehr erhebliche Nachteile für die vom Fluglärm betroffenen Menschen in der Region bringt. Die große Herausforderung und Aufgabe ist es, einen für beide Seiten vernünftigen Ausgleich zu finden. Ein wichtiger Punkt hierfür ist das Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr, wie es in der Mediation vorgesehen ist. Maßnahmen, die die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens beschneiden und die Kapazitäten beschränken lehnen wir jedoch ab.